Handytarife auf dem deutschen Markt

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Der Coffee to go in der Unterhaltungselektronik

Frau hat einen tollen Handytarif
Zu Beginn stellt der Autor an den Leser eine Behauptung auf: Sie besitzen ein Mobiltelefon, genauer Smartphone, wie der Trend seit mittlerweile mehr als zehn Jahren lautet. Ein entsprechender Tarif und eine Simkarte sind unentbehrlich, um mit der Außenwelt regelmäßig Kontakt aufnehmen zu können. Dabei wird uns jeden Monat der Rechnungsbetrag abgebucht. Die Meisten unter uns nehmen dies stillschweigend hin. Ohne womöglich sich dessen bewusst zu sein, dass es wesentlich billigere und zugleich passendere Handytarife auf dem deutschen Markt gibt. Aber auch die Bequemlichkeit, nichts an sich zu ändern, stellt einen gewichtigen Grund für unser Nichtstun dar. Die Einsparmöglichkeiten gehen nicht selten pro Jahr in den dreistelligen Bereich. Langfristig gesehen stellt das Smartphone einen wahren Geldfresser dar. Das Problem ist, dass wir als Menschen ein kurzfristiges Denken besitzen. Wir blicken nicht in die weite Zukunft. Vielleicht sollten wir das aber ab und an tun. Die kritische Überprüfung des eigenen Smartphonetarifs wäre ein gelungener Beginn.

Die großen Riesen

Wer kennt sie nicht? O2, Vodafone, Telekom. Fast schon monopolartig haben sich solche Firmen auf dem deutschen Anbietermarkt ausgebreitet. Das ist an sich ja nicht verwerflich. Leider geraten dadurch nur allzu gerne die kleinen Anbieter in Vergessenheit. O2 und Co. besitzen nämlich einen gewichtigen Nachteil. Es werden vorwiegend nur Handyverträge mit einer 24 - monatigen Laufzeit angepriesen. Das bedeutet für den Kunden nur eine sehr eingeschränkte Flexibilität, was den Tarifwechsel betrifft. Vergisst dieser auch noch die Kündigungsfrist, verlängert sich der Tarif um ein weiteres Jahr. Des Weiteren offerieren die Unternehmen Kombiverträge, also Tarif und Smartphone in einem. Seit einiger Zeit ist in diesem Zusammenhang etwa das neue Samsung Galaxy S8 sehr begehrt. Handynutzer, die Wert auf das neueste Modell legen, können selbstverständlich über ein solches Angebot nachdenken. Sie sollten sich aber dessen bewusst sein, wie viel Geld in diesen zwei Jahren Laufzeit ausgegeben wird. Muss es wirklich das neueste Modell für 800 Euro sein? O2 wirbt seit geraumer Zeit mit dem O2 Free - Angebot. Auch wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist, kann mit einer eingeschränkten Geschwindigkeit unendlich weitergesurft werden. Eine tolle Sache, ohne Zweifel. Das lässt sich O2 aber natürlich bezahlen. In einer Zeit, in der wir ständig und überall auf unseren Begleiter starren, sollte bedacht werden, ob der Einzelne diesen Trend wirklich noch durch ein Allnet - Flat - Paket im Internet bei sich begünstigen will. Und Vodafone? Die sind für ihre Werbung mit Alice Mertons Song "No Roots" noch weiter bekannt geworden. Ihr Angebot: nicht genutztes Datenvolumen in den nächsten Monat mitnehmen, also ein ähnliches Prinzip wie O2.

Was ist mit den Kleinen?

Lassen wir die Fakten sprechen: Smartmobil bietet für 12,99€ eine Allnetflat mit 1,5 GB Datenvolumen, monatlich kündbar. Winsim steht diesem in nichts nach. Für 13,99€ gibt es drei GB Volumen, natürlich auch mit Telefonie - und SMS - Flat. Ebenfalls monatlich kündbar. Und Simply offeriert für 9,99€ 1,5 GB Datenvolumen, ebenfalls natürlich mit einer Allnetflat ausgestattet. Dass dies monatlich kündbar ist, sollte mittlerweile klar sein. In Zeiten, in denen die WLAN - Netze immer mehr ausgebaut werden, sollte man sich der Frage stellen, ob denn auch ein geringeres Datenvolumen völlig ausreichend ist. Die Entscheidung muss letztendlich der Verbraucher treffen. Sparpotential, aber auch Ausgabepotential bietet das eigene Smartphone in jedem Falle.